Abreaktion von Pyrolysekoks aus Biomasse

 

Hintergrund:

Erneuerbare Biomasse soll als chemischer Primärenergieträger einen Beitrag zur Verringerung der CO2-Emissionen leisten. Die überwiegend vorkommende feste Biomasse liegt jedoch in der Regel in sehr heterogener Form vor, was ihre Nutzung erschwert. Deshalb ist man bestrebt, die Biomasse zu einem homogenen Energieträger zu veredeln. Ein aus der Kohletechnik bekanntes Veredelungsverfahren ist die thermische Vergasung im Flugstrom mit Sauerstoff und Wasserdampf zu einem Rohgas, das hauptsächlich aus Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff besteht. Dieses Verfahren wird auch im, vom Forschungszentrum Karlsruhe entwickelten, BIOLIQ®-Konzept angewandt. Dabei wird fester Pyrolysekoks zusammen mit flüssigem Pyrolyseöl in einer Slurry vergast.

Aufgabenstellung:

Im Rahmen der Diplomarbeit soll publizierte Literatur nach Daten und Modellen zur mathematischen Beschreibung der Abreaktion von feste Kokspartikeln in H2O/CO2-haltiger Atmosphäre gesichtet und zusammengefasst werden. Weiter sollen durch thermogravimetrische Analysen kinetische Daten der Kokse ermittelt und dabei auch die Änderung der Oberfläche, der Oberflächenstruktur und der Korngröße mit fortschreitender Abreaktion untersucht werden. Diese Versuche sollen auch mit in Pyrolyseöl getränkten Partikeln durchgeführt werden um den Einfluss des Pyrolyseöls auf die Reaktivität des Kokses festzustellen. Mit der Auswahl eines geeigneten Modells sollen die Ergebnisse der Versuche mathematisch abgebildet werden.

 

Beginn der Arbeit: ab sofort

Betreuer :  Dipl.-Ing. Gregor Worringer
                  M.Sc. Patrick T. Fertl